Überhangmandate

Gestern haben wir bereits erklärt, was es mit der Erststimme und der Zweitstimme auf sich hat. Was dabei bisher ausgelassen wurde, sind die sogenannten Überhangmandate. Damit sie nicht zu kurz kommen, hier nun noch eine kurze Erläuterung dazu.

Da alle mit der Erststimme gewählten Direktkandidaten in den Bundestag einziehen, kann es dazu kommen, dass aus einer Partei mehr Kandidaten aus einem Bundesland in den Bundestag einziehen als durch die Zweitstimme vorgesehen. Das heißt, eine Partei kann eine bestimmte Prozentzahl der Stimmen erreichen, aus der sich eine Anzahl von Sitzen im Bundestag ergibt, und trotzdem ziehen durch die Direktmandate mehr Mitglieder der Partei in den Bundestag ein. Die überzähligen Direktmandate werden dann als Überhangmandate bezeichnet.

Neben den Überhangmandaten gibt es außerdem Ausgleichsmandate. Sie sind dafür vorgesehen, dass durch die Überhangmandate nicht die Prozentzahlen der Sitze geändert werden, die durch die Zweitstimme gewählt wurden. Um das zu erreichen werden dem Bundestag neben den Überhangmandaten weitere Sitze hinzugefügt, die prozentual auf die Parteien aufgeteilt werden, damit das Wahlergebnis der Zweitstimme nicht verfälscht wird. Das kann dazu führen, dass der Bundestag aus bis zu 800 Abgeordneten besteht.

Eine hilfreiches Video dazu findet sich auch bei der Bundeszentrale für politische Bildung.

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