Was und wie wird eigentlich gewählt?

Am 22. September – also am Sonntag – ist Bundestagswahl. Das ist ja in aller Munde und überall Thema. Auch bei uns geht es nur um die Wahl. Was aber zuweilen gerade jungen Wählern viel zu wenig erklärt wird, ist, was wir eigentlich wählen: Was ist denn der Bundestag nun ganz genau? Welche Aufgaben hat der Bundeskanzler oder die Bundeskanzlerin? Aber auch: Wie funktioniert die Wahl? Was passiert mit meinen Stimmen?

Auf diese Fragen sind auch wir bisher nicht eingegangen, aber das soll sich nun ändern.

Zunächst ist ganz allgemein festzustellen, dass durch die Bundestagswahl die Abgeordneten des Bundestages bestimmt werden. Dazu hat jeder Wahlberechtigte zwei Stimmen bei der Wahl. Mit der Erststimme wählt man einen Direktkandidaten aus seinem Wahlkreis. Die Direktkandidaten wurden vorher aufgestellt, meist von den Parteien. Direktkandidaten müssen aber nicht zwangsläufig einer Partei angehören. Der Direktkandidat mit den meisten Stimmen in seinem Wahlkreis zieht direkt als Abgeordneter in den Bundestag ein. Insgesamt gibt es in Deutschland 299 Wahlkreise. Für jeden Wahlkreis wird ein Direktkandidat bestimmt, in den Bundestag ziehen somit insgesamt 299 Abgeordnete als Direktkandidaten ein.

Neben der Erststimme gibt es auch die Zweitstimme. Mit dieser wird eine Partei gewählt. Die Anzahl der Sitze einer Partei im Bundestag ergibt sich daraus, wie viel Prozent der Stimmen, die Partei bei der Wahl erreicht hat. Innerhalb einer Partei werden die Sitze über die Landeslisten vergeben. Wer dabei auf einer Landesliste in der Reihenfolge weit oben steht, hat eher Chancen in den Bundestag einzuziehen als jemand, der in der Liste weiter unten steht.

Allerdings dürfen in den Bundestag nur Parteien einziehen, die mindestens fünf Prozent der Stimmen bei der Wahl erreichen (5-Prozent-Hürde).

Aber was ist denn nun eigentlich der Bundestag? Der Bundestag ist ein Verfassungsorgan in Deutschland, das direkt vom Volk gewählt wird. Zu seinen Aufgaben zählt die Kontrolle der Regierung und die Festlegung des Bundeshaushalts. Außerdem ist er für die Gesetzgebung auf Bundesebene maßgeblich verantwortlich.

Der Bundeskanzler wird hingegen nicht direkt vom Volk gewählt, sondern vom Bundestag. Er oder sie wird von den Parteien nominiert, die zusammen die zukünftige Regierung bilden werden. Darüber informieren sie den Bundespräsidenten. Dieser schlägt dem Bundestag einen Kandidaten für den Bundeskanzler vor, über den der Bundestag dann abstimmt. Die Ernennung zum Bundeskanzler erfolgt dann wiederum durch den Bundespräsidenten. Der Bundeskanzeler ist der Regierungschef der Bundesrepublik Deutschland. Er bestimmt die Bundesminister und die Richtlinien der Politik der Bundesregierung.

Mehr Informationen zum Bundestag und der Bundesregierung gibt es auch auf der Homepage des Bundestages.

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