Frauenquote

Die Frauenquote ist mit Sicherheit eines der wichtigsten Wahlkampfthemen im Zuge der kommenden Bundestagswahl. Ganz allgemein heißt das, dass ein bestimmter Prozentsatz festgelegt werden soll, wie viele Frauen in einem Unternehmen oder einem bestimmten Beruf arbeiten sollen. Wenn von der Frauenquote im Wahlkampf die Rede ist, ist meistens gemeint, dass festgelegt werden soll, wie viele Frauen in Aufsichtsräten, Vorständen und Führungspositionen von Unternehmen eingestellt werden sollen. Die Positionen der Parteien hierzu sind vielfältig.

Die SPD beispielsweise fordert, dass für Aufsichtsräte und Vorstände börsennotierter und mitbestimmter Unternehmen eine Frauenquote von 40 Prozent eingeführt werden soll. Die Grünen fordern sogar eine Quote von 50 Prozent, die langfristig nicht nur für Aufsichtsräte und Vorstände, sondern für das ganze Unternehmen gelten soll. Auch die Linke fordert eine Frauenquote.

Die CDU hingegen möchte zunächst die sogenannte Flexi-Quote einführen. Damit ist gemeint, dass Unternehmen aufgefordert werden sollen,selbst  eine verbindliche Quote dafür festzulegen, wie viele Frauen in Aufsichtsräten und Vorständen sein sollen. Diese soll öffentlich ausgewiesen werden und darf nachträglich nicht nach unten korrigiert werden. Außerdem will die CDU bis 2020 eine feste Frauenquote von 30 Prozent einführen.

Die FDP lehnt eine Frauenquote ab, plädiert aber dafür, dass der Anteil an Frauen in Führungspositionen durch Selbstverpflichtungen der Unternehmen steigen soll.

Aber warum überhaupt die Diskussion um eine Frauenquote? Frauen nehmen deutlich seltener Führungspositionen ein als Männer. Sie werden oft bei der Einstellung benachteiligt, weil sie durch eine Schwangerschaft ausfallen könnten oder ihnen weniger zugetraut wird als Männern. Durch die schlechten Chancen auf eine Führungsposition streben viele Frauen diese gar nicht erst an. Viele sind der Meinung, dass das geändert werden muss. Frauen sollen gleichberechtigt sein. Ein Mittel, das dabei helfen könnte, ist die Frauenquote.

Allerdings gibt es auch einige Kritiker der Frauenquote. Sie führen an, dass Frauen nicht aufgrund einer Quote eingestellt werden sollten, sondern aufgrund ihrer Qualifikation. Die Unternehmen befürchten, dass sie durch die Frauenquote schlechtere Führungskräfte haben könnten als bisher. Manche finden es auch ungerecht, wenn bei gleicher Qualifikation von männlichen und weiblichen Bewerbern auf eine Stelle wegen der Frauenquote eine Frau ausgewählt werden muss. Es gibt sogar Kritiker, die behaupten, dass Frauen gar nicht in Führungspositionen arbeiten wollen.

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2 Kommentare zu “Frauenquote

  1. Die Frauenquote wie alle anderen (dann ja ebenfalls dringend nötigen) Quoten erreichen wir nur und sehr einfach mit Auslosung. Aber für die Idee ist offenbar die Zeit noch nicht gekommen, so brav wie die Jugend für Parteien trommelt.

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