Straßenumfrage in Erlangen: Wahlprogramme

Nachdem wir bereits gefragt haben, ob die Leute überhaupt wählen gehen, interessiert mich, ob sie denn die Wahlprogramme der Parteien kennen, die zur Wahl stehen.

 
Die Antworten sind zwar gemischt, die deutliche Mehrheit der Befragten kennt die Wahlprogramme aber nicht und sieht auch keinen Grund dazu, dies zu ändern. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Der jüngeren Generation genügt es häufig, den Wahl-O-Mat zu machen. Das Ergebnis ist ihnen dann oft genug Information, um ihre Entscheidung für die Wahl zu treffen. Außerdem bekomme ich von vielen Befragten zur Antwort, dass sie sowieso schon wüssten, wen sie wählen und sich daher die Wahlprogramme gar nicht erst anschauen. Was mich negativ überrascht ist die große Politikverdrossenheit, die bei vielen Antworten auf meine Frage mitschwingt. Und überhaupt fällt mir auf: Sobald ich die Bundestagswahl anspreche, wollen sich viele Angesprochene nicht mehr zu meinen Fragen äußern, mit der Begründung, dass sie davon keine Ahnung hätten und es sie sowieso nicht interessiert.

Falls sich jetzt jemand an die eigene Nase fasst: Auf der Internetseite der Tagesschau gibt es eine Übersicht über die Inhalte der Wahlprogramme, die nach Themen sortiert ist. Außerdem gibt es dort weitere Links zum Thema. Vielleicht ist es ja doch gar nicht so schlecht, sich ein bisschen zu informieren.

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Ein Kommentar zu “Straßenumfrage in Erlangen: Wahlprogramme

  1. … bitte liebe Fragesteller, seid nicht ganz so streng mit den Wählern:
    1. sind diese Wahlprogramme eine Zumutung mit ihrer Länge: Linke 100 Seiten, FDP 104 Seiten, SPD 118 Seiten, CDU 128 Seiten und die Grünen leisten sich gar 327 Seiten. Inhaltlich sind sie eine weitere Zumutung in ihrem politschwafelnden Stil, meist ohne konkrete reale Ziele. Aus diesen Gründen (schlechtes Gewissen bei 327 Seiten) haben die Grünen sogar eine Kurzfassung „in einfacher Sprache“
    2. Die wenigen konkreten Zielvorgaben sind schon in allen Polit-Sendungen, Nachrichten und Zeitungen rauf und runter gebetet worden.
    3. Die Mehrheit der Wähler sind schon mehrfach bei Wahlen dabei und ihnen ist die geringe Ergiebigkeit der Parteiprogramme im Verhältnis zum Umfang bekannt.
    4. Es weiss fast jeder Politkundige, dass Wahlprogramme kaum Relevanz haben, entscheidend ist was später beim Koalitionspoker herauskommt. Und was dann tatsächlich in der Regierung realisiert wird, steht wieder auf einem anderen Blatt.

    Im Gegensatz zum 2Parteiensystem kann man bei unserem Mehrparteiensystem keine Partei auf ihr Wahlprogramm festnageln. Aus diesem Grund allein halte ich die bundesweite Wolksabstimmung als Korrekturfaktor für zwingend erforderlich.

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