Unsere erste Straßenumfrage

Um zu erfahren, wie es denn nun wirklich zur Zeit politisch bei den Menschen aussieht und man ja nur den Statistiken glauben sollte, die man selbst gefälscht hat, bin ich in der Hildesheimer Innenstadt gewesen und habe mich mal umgehört, ob die Hildesheimer zur Wahl gehen und warum sie das tun oder warum eben nicht. Hört selbst.

Mir ist bewusst, dass die Menschen, die sagten, dass sie nicht zu Wahl gehen, auch nicht diesen Blog lesen werden. Aber vielleicht liest ja ein Politiker mit und bemerkt, dass es auch in Deutschland nicht nur einen Programm- oder Personenwahlkampf geben sollte, sondern die Menschen angesprochen werden müssen, dass sie sich ihrer Stimme bewusst sind.

Denn erschrocken hat es mich sehr, dass so viele nicht zur Wahl gehen möchten und bei vielen  kein Interesse für Politik vorhanden war.

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5 Kommentare zu “Unsere erste Straßenumfrage

  1. „Wenn Wahlen etwas ändern würden, wären sie verboten“ – mir ist entfallen, von wem das Zitat stammt, aber es steckt sicher viel Wahrheit darin – ich werde trotzdem am 22.9. wählen gehen – und ich habe mich im Laufe meines Lebens fast im kompletten Spektrum abgearbeitet.

    Interessant auch die Analyse von Volker Pispers zum Thema Wahlen: „Die Deutschen wollen mehrheitlich einen Mindestlohn, den Verzicht auf Offensiveinsätze der Bundeswehr, eine Steuergesetzgebung, die tatsächlich die großen Einkommen in die Pflicht nimmt – aber gleichzeitig die einzige Partei, die das alles auch will, regelmäßig nicht wählt (wegen SED Vergangenheit 🙂 )

    Drüber hinaus freue ich mich, das es tatsächlich eine Reiher junger Menschen gibt, die tatsächlich politisch interessiert sind. Ich habe am Wahlsonntag regelmäßig den Eindruck, auf einem Seniorentreff zu sein – und das liegt nicht an meiner Wohngegend. Junge Menschen und regelmäßig auch die sozial eher Schwachen gehen oft nicht wählen – wenn dieses Potential sich an einer Stelle bündeln würde, kämen die Etablierten gehöig ins Schwitzen. Ich glaube, daß die sog. Volksparteien nur noch aus „alter Tradition“ gewählt werden. Niicht umsonst haben die Piraten, wenn auch leider aus meiner Sicht gescheitert, für Aufregung gesorgt.

  2. Kurz mal meine Prinzipien:

    Wer nicht wählen will, weil er gegen die Parteien/Politik protestieren will, soll wie alle Wähler ins Wahllokal gehen und seinen Stimmzettel ungültig machen und in die Urne werfen. Alle anderen, die zu Hause bleiben, sind einfach Faulpelze, die hinter politischen Sprüchen und Spitzfindigkeiten ihre Trägheit verstecken wollen.

    Und wer die Regierung nicht gut findet, hat sie abzuwählen. Wer Sprüche wie „die andern sind wahrscheinlich auch nicht besser“ macht, hat die Demokratie nicht verstanden. Die einzige Macht, die der Bürger mit seiner mickrigen Stimme hat, ist die Regierung zu bestätigen oder abzuwählen. Alles Weitere machen die Parteien mit ihrem Koalitionspoker unter sich aus.

    Es gibt das Sprichwort: Die Tröge bleiben, nur die Schweine wechseln. Sinn der Demokratie in diesem Sinne ist im Gegensatz zur Diktatur, dass die Schweine öfter die Tröge wechseln müssen. Der Demokrat kann also allein durch Abwählen sicherstellen, dass die Schweine nicht zu fett werden.

    Wenn eine Regierung nicht besser sondern nur genauso gut wie die Opposition ist, ist sie allein aus diesem Grund abzuwählen, damit es sich diese Leute nicht zu „fett“ in ihren jeweiligen Positionen einrichten! Nachteilig wäre abwählen ja nur, wenn sie wesentlich besser wäre, als die Opposition.

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